5 Tipps gegen das Prokrastinieren

Kennst du das Gefühl, wenn du seit Stunden an einer Aufgabe sitzt und du es einfach nicht schaffst, diese zu beenden weil du immer wieder anfängst daran zu arbeiten, abgelenkt wirst und wieder von Neuem anfangen musst? Wenn diese Art von Prokrastination zu einem Dauerzustand wird, kann sich das auf unsere Arbeitsleitung und unser Wohlbefinden auswirken. Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie du aus dieser Endlosschleife ausbrechen kannst und prokrastinieren in Zukunft ganz vermeidest.

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Finde den Grund für deine Prokrastination

Erstmal solltest du wissen, dass Prokrastination nicht unbedingt mit Faulheit zu tun hat. Laut David Ballard, Leiter des Center for Organizational Excellence der American Psychological Association, geht es bei der Prokrastination nicht nur um das Aufschieben einer Aufgabe, sondern um "einen kontraproduktiven, irrationalen oder unnötigen Aspekt". Menschen verfallen in Prokrastination, weil sie sich vom Wert der anstehenden Aufgabe abgekoppelt fühlen. Viele Menschen kommen erst in letzter Minute in einen produktiven Modus, weil die Belohnung dann unmittelbar bevorsteht und nicht erst in weiter Ferne liegt.

Um das Problem anzugehen solltest du deine eigenen Muster erkennen und herausfinden, welche Aufgaben du nicht gerne erledigst, was dich am meisten von deinen Aufgaben ablenkt und in welcher Umgebung du produktiv arbeiten kannst. So wird es dir leichter fallen, deine Aufgaben und Termin zu planen.

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Unterteile Aufgaben in kleiner Aufgaben

Wenn Aufgaben zu groß sind, stellt sich schnell das Gefühl ein, dass sie nicht zu bewältigen sind. Das führt dazu, dass wir diese Aufgaben immer weiter vor uns herschieben, um eine mögliche Enttäuschung zu vermeiden. Wenn du also mit einer Aufgabe konfrontiert bist, mit der du nicht vertraut bist und mit der du dich nicht wohl fühlst, hilft es, wenn du diese in kleiner Aufgaben unterteilst.

Diese kleineren Aufgaben sind einfacher zu bewältigen und wirst merken, dass du dich nach jeder erledigten Teilaufgabe zufrieden fühlen wirst. Selbst das Versenden einer E-Mail und die Vereinbarung eines Termins verhelfen dir zu einem Gefühl von Belohnung, das dich dazu motivieren wird, weiterzumachen.

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Ändere deine Umgebung

Unsere Produktivität hat viel damit zu tun WO wir arbeiten. Wenn du an einem Ort arbeitest, an dem es sehr unruhig ist oder an dem du dich zu sehr entspannst, ist es an der Zeit, dir einen neuen Arbeitsplatz zu suchen. Die richtige Umgebung macht einen großen Unterschied. Physiotherapeuten empfehlen, an einem Stehtisch zu arbeiten, der gesund für deinen Rücken ist und die Produktivität um 46 % steigert.

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Verwende Apps für dein Zeitmanagement

Zeitmanagement-Apps, wie zum Beispiel Focus Planet, helfen dir dabei, deine Aufgaben produktiv zu erledigen. Du kannst dir Timer anlegen und damit deine Arbeitszeit und deine Pausen zwischendurch managen. Focus Planet funktioniert spielerisch: Du setzt einen Timer für X Minuten und während dieser Zeit wächst eine virtuelle Pflanze auf deinem Handy. Sobald du die App verlässt, um dein Handy für etwas Anderes zu verwenden, "stirbt" die Pflanze. Sie senden dir außerdem Nachrichten, die dich davon abhalten sollen, dich während deiner Arbeitszeit mit Instagram, Facebook oder Ähnlichem abzulenken.

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Gib dir selbst einen Anreiz

Du musst dir deine Belohnung nicht bis ganz zum Schluss aufheben. Belohne dich auch schon während deiner 5 Minuten Pausen für deine geleistete Arbeit und gehe zum Beispiel online shoppen, wenn dich das glücklich macht. So behältst du einen frischen Kopf und du entgehst der Gefahr der Prokrastination.

Fazit

Prokrastination ist ein Phänomen, das wir alle kennen. Und auch wenn es ärgerlich sein kann, ist es doch gut zu wissen, dass es sich nicht um eine ausweglose Situation handelt. Mach einen Schritt nach dem anderen und du wirst merken, wie sich deine Arbeitsgewohnheiten langsam aber sicher verändern werden. Sei dir bewusst, dass auch kleine Veränderungen ein großer Fortschritt sind, auf den du stolz sein kannst.

 

 

Quellen:

American Psychological Association. (n.d.). Psychology of procrastination: Why people put off important tasks until the last minute. American Psychological Association. Retrieved November 15, 2021, from https://www.apa.org/news/press/releases/2010/04/procrastination.

Ducharme, J. (2018, June 29). Psychologists on why you procrastinate - and how to stop. Time. Retrieved November 15, 2021, from https://time.com/5322514/stop-procrastinating-tips/.

Lieberman, C. (2019, March 25). Why you procrastinate (it has nothing to do with self-control). The New York Times. Retrieved November 15, 2021, from https://www.nytimes.com/2019/03/25/smarter-living/why-you-procrastinate-it-has-nothing-to-do-with-self-control.html.

MAA1. (2019, July 17). App Review: Forest. Medium. Retrieved November 15, 2021, from https://maa1.medium.com/app-review-forest-6ff95253a7fe.